HYROX hat sich in Europa in kurzer Zeit zu einem der spannendsten Fitness-Formate entwickelt. Wenn du dich fragst, was HYROX ist, warum es so beliebt ist und wie du dich optimal vorbereitest, bist du hier richtig.
HYROX verbindet Ausdauer (Laufen) mit funktionellen Kraft- und Work-Capacity-Stationen – und ist damit mehr als ein Wettkampf: Viele nutzen es als klar strukturiertes Trainingsziel.
In diesem Artikel bekommst du die 6 wichtigsten Grundlagen: Format & Ablauf, Trainingsaufbau, typische Workouts, realistische Ziele, Race-Day-Strategie sowie Ernährung & Regeneration.
Jump to:
- Was macht HYROX einzigartig? Ergebnisse, Ziele & Anforderungen
- So strukturierst du dein HYROX-Training (Ausdauer, Kraft, Work Capacity)
- Was ist HYROX – und wie läuft der Wettkampf ab?
- Race-Day-Strategie: Pacing, Technik, Übergänge
- Ernährung & Supplements (praktisch und wettkampftauglich)
- Regeneration für HYROX: der unterschätzte Performance-Booster
1. Was macht HYROX einzigartig? Ergebnisse, Ziele & Anforderungen
HYROX fordert gleichzeitig:
- aerobe Fitness (8 km Laufen unter Ermüdung)
- funktionelle Kraft & Kraftausdauer (z. B. Schlitten, Lunges, Wall Balls)
- Anpassungsfähigkeit (laufend wechseln zwischen „Cardio“ und „Strength“)
Anders als beim reinen Laufwettkampf oder klassischen Kraft-Event musst du vor allem lernen:
- Transitions (Übergänge) effizient zu gestalten
- Pacing zu kontrollieren
- unter Belastung Technik stabil zu halten
Was „Erfolg“ realistisch bedeutet:
HYROX-Ergebnisse heißen selten „über Nacht Elite“. Häufiger sind es:
- bessere Ausdauer & gleichmäßigeres Tempo
- effizientere Technik (weniger „No-Reps“, weniger Energieverlust)
- schnellere Erholung zwischen Stationen
- ruhigere, kontrolliertere Übergänge
Für viele ist das beste Ziel:
„Besser als letztes Mal“ – statt „die anderen schlagen“.
2. So strukturierst du dein HYROX-Training (Ausdauer, Kraft, Work Capacity)
Denk an HYROX-Training als Hybrid-Plan aus drei Bausteinen:
A) Lauf-Ausdauer
- 1× locker (z. B. 5–10 km easy)
- 1× qualitativ (z. B. 6×800 m nahe Schwelle / 4×1 km im kontrollierten Tempo)
B) Funktionelle Kraft (wettkampfrelevant)
- Unterkörper „push/pull“: Schlittenarbeit, Lunges
- Hüftdominant: Deadlifts, RDLs, Rows
- Ganzkörper: Carries, Wall Balls, Core-Stabilität
C) Work Capacity & spezifische Kombinationen
- kurze Läufe + Stationen (z. B. 400–1.000 m + Übung)
- Übergänge trainieren: „rein/raus“, Atem beruhigen, Griffwechsel, Setup
Wöchentliche Beispielstruktur (praxisnah):
- 2× Lauf-Fokus (1× easy, 1× Intervalle/Tempo)
- 2× Ganzkörper-Kraft (schwer/sauber, wettkampfnah)
- 1× HYROX-spezifisch (Run + Station-Zirkel oder Teil-Simulation)
- 1× aktive Regeneration (Mobilität/Zone-2/Spaziergang)
- 1× optional (Technik/Recovery oder zweite kurze Kombi)
Wichtige Regeln:
- Die meisten Einheiten easy bis moderat
- Nur 1 wirklich harte Einheit pro Woche
- Umfang steigern: max. ~10 % pro Woche
- Wenn du ständig zwischen Cardio & Kraft wechselst: Hydration & Elektrolyte ernst nehmen
3. Was ist HYROX – und wie läuft der Wettkampf ab?
HYROX ist ein standardisiertes Hybrid-Race-Format: Du wechselst immer zwischen 1 km Laufen und einer funktionellen Station.
Das Prinzip:
- 8×: 1 km Lauf
- 8×: Workout-Station
- Weltweit identisch – egal ob London, Berlin oder Amsterdam
→ dadurch sind Zeiten und Leistungen direkt vergleichbar.
Typische Stationen (Beispiele):
SkiErg; Sled Push; Sled Pull; Burpee Broad Jumps (oder Board Jumps – je nach Event-Setup); Rowing; Farmers Carry; Sandbag Lunges; Wall Balls.
Warum das wichtig ist:
Weil das Format überall gleich ist, kannst du dein Training sehr gezielt planen: gleiche Abfolge, gleiche Anforderungen, klare Fortschrittsmessung.
4. Race-Day-Strategie: Pacing, Technik, Übergänge
HYROX ist meist Indoor, klar markiert und gut organisiert. Trotzdem entscheidet am Ende die Umsetzung.
Vor dem Start
- früh ankommen (Check-in, Orientierung, Ruhe)
- Warm-up (20–30 Min):
- lockeres Joggen
- dynamische Mobilität (Hüfte, Sprunggelenk, BWS)
- 3–5 kurze Steigerungen
Pacing: der größte Hebel
- Die ersten 2 Läufe: kontrolliert starten
- Viele gehen zu schnell raus – und zahlen später an Schlitten/Wall Balls
Übergänge = „gratis Zeit“
- plane, wo du Equipment aufnimmst/ablegst
- nutze die letzten 50–100 m vor der Station, um Atem zu beruhigen
-
lieber kleine, konstante Sets statt „All-in“ mit langem Einbruch
→ weniger No-Reps, weniger Pausen, bessere Gesamtzeit
Mindset & Fokus
- kurze mentale Cues: „aufrecht“, „ruhig atmen“, „sauber arbeiten“
- Mikroziele: „bis zum nächsten Kegel“, „10 Wdh. pro Set“
- im Double: Splits & Übergaben vorher festlegen, klare Kommunikation
Kurz: HYROX ist ein Test für Kontrolle unter kumulativer Ermüdung. Simulationen mit realistischem Pacing sind Gold wert.
5. Ernährung & Supplements (praktisch und wettkampftauglich)
HYROX ist „hybrid“ – Ernährung sollte es auch sein.
Grundernährung (Daily Basics):
- Kohlenhydrate für Trainingsenergie (Reis, Kartoffeln, Hafer, Obst)
- Protein für Regeneration (Eier, Fisch/Fleisch, Skyr/Quark, Tofu, Hülsenfrüchte)
- Fette für Gesundheit & Sättigung (Olivenöl, Nüsse, Avocado)
Timing-Regel:
- rund ums Training: Carbs + Protein
- abseits davon: Gemüse, Ballaststoffe, Mikronährstoffe
Hydration & Elektrolyte:
- starte jede Einheit gut hydriert
- trinke regelmäßig in kleinen Mengen
- bei starkem Schwitzen: Elektrolyte sinnvoll (Natrium/Salze)
Energie während langer Kombi-Sessions:
- bei längeren / intensiven Einheiten können Gels, Sportdrink oder leicht verdauliche Carbs helfen
- am Wettkampftag: lieber kleine, häufige Mengen → Magen bleibt ruhig
Supplements (optional, nicht Pflicht):
- Whey/Vegan Protein: 20–30 g nach Training (praktisch, nicht zwingend)
- Kreatin-Monohydrat: kann Kraft/Repeated Efforts unterstützen
- Pre-Workout/Koffein: nur wenn du es verträgst und es vorher getestet hast
Wichtig: Am Race Day nichts „Neues“ ausprobieren.
6. Regeneration: der unterschätzte Performance-Booster
HYROX belastet Muskel- und Nervensystem stark. Fortschritt entsteht, wenn du Training und Erholung sauber steuerst.
Direkt nach dem Finish / Training
- 5–10 Minuten locker gehen, runterfahren
- trinken (kleine Schlucke)
- innerhalb von 60 Minuten: Carbs + Protein (Snack oder Shake)
Später am Tag
- 10–20 Minuten leichte Mobility oder lockeres Ausfahren (Zone 1–2)
- Fokus: Hüfte, Sprunggelenk, Brustwirbelsäule
- leichtes Dehnen, Spaziergang, lockere Bewegung
48–72 Stunden danach
- Schlaf priorisieren (7–9 Stunden)
- ausreichend Flüssigkeit
- aktive Erholung statt „komplett liegen“
→ reduziert Muskelkater, bringt Beweglichkeit zurück
Tools wie Foam Rolling, Wechselduschen oder Massage können helfen – sind aber sekundär. Schlaf, Ernährung und Belastungssteuerung sind die Basis.
FAQ:
Q: Was ist HYROX?
8× 1 km Lauf + 8 funktionelle Stationen in standardisiertem Format.
Q: Ist HYROX für Anfänger geeignet?
Ja. Es ist fordernd, aber gut planbar und in vielen Bereichen skalierbar.
Q: Wie trainiere ich am besten?
Kombiniere Lauf-Ausdauer + funktionelle Kraft + spezifische Run/Station-Übergänge. Sinnvoller Vorlauf: 8–12 Wochen.
Q: Welche Ergebnisse kann ich erwarten?
Mehr Ausdauer, bessere Kraftausdauer, effizientere Technik, stabilere Übergänge.
Q: Brauche ich Supplements?
Nein. Optional: Protein (Praktikabilität), Kreatin, Elektrolyte, Koffein – aber nur getestet und passend dosiert.